Studieren im Ausland

tasman_studeren_reisverzekering-kopie-1Grundsätzlich gibt es zwei unterschiedliche Arten von Studenten, die die Möglichkeiten eines Auslandsstudiums nutzen wollen: Zum einen diejenigen Studenten, die lediglich für die Dauer von ein oder zwei Semestern an eine ausländische Hochschule gehen und zum anderen diejenigen, die das gesamte Studium im Ausland anstreben und für die Zeit ihres Studiums das Heimatland verlassen wollen. Besonders Österreich ist für viele Studieninteressierte höchst interessant. Der Grund, weshalb viele Abiturienten Deutschland den Rücken zukehren, liegt darin, dass es in Österreich und anderen Nachbarländern die Chance gibt, viele Fächer zulassungsfrei zu studieren. Lehramtsfächer zum Beispiel gibt es in Österreich grundsätzlich zulassungsfrei. In Deutschland hingegen versperren die lokalen Zulassungsbeschränkungen und der sogenannte Numerus Clausus vielen Studenten den Weg an die Universität. Auch Studieninteressierte, die Medizin studieren wollen und keine Eins vor dem Komma ihrer Durchschnittsnote vorzeigen können, freunden sich mit dem Gedanken an, in Österreich die Universität zu besuchen. Der Vorteil: Wer nach Österreich geht, muss keine neue Sprache erlernen. Alle Vorlesungen und Veranstaltungen werden auf Deutsch gehalten. Studenten, die hingegen mit dem Gedanken spielen, zum Beispiel in den Niederlanden zu studieren, sind gezwungen, sich den Anforderungen einer neuen Sprache zu stellen. Inwiefern dies für einen in Frage kommt, muss ein jeder ganz persönlich für sich selbst entscheiden. Fest steht: Auch die Sprache muss aber nicht zwangsläufig der Grund sein, ein Studienplatzangebot im fremdsprachigen Ausland auszuschlagen.

Studenten, die nur einen Teil ihres Studiums im Ausland absolvieren, tun dies in vielen Fällen unterstützt durch ein Stipendium. Aber auch ohne Stipendium ist es möglich, ein Auslandssemester zu planen. Wer jedoch selbst finanzieren muss, sollte über andere Geldquellen verfügen oder aber hinreichend gespart haben, sodass ist vor Ort nicht zu unangenehmen Engpässen kommt. In fast allen Studienfächern ist es grundsätzlich möglich, Leistungen im Ausland zu erbringen und sich diese nachträglich an der Heimat-Universität anerkennen zu lassen. Ganz wichtig: Die Möglichkeiten einer Anerkennung sollten stets im Voraus abgeklärt werden, sodass der Student seine Zeit im Ausland sinnvoll nutzen und Studienveranstaltungen gezielt im Voraus planen kann. Unabhängig vom Studienfach haben fast alle Studenten, die später einmal Auslandserfahrung im Rahmen des abgeschlossenen Studiums nachweisen können, gegenüber ihren Mitbewerbern einen deutlichen Vorteil. Folglich sollte ein jeder Student, der die Chance und die finanziellen Mittel für ein Auslandssemester zur Verfügung hat, über diese Möglichkeit der ganz besonderen Zusatzqualifikation nachdenken.