Studentenverbindungen

Studentenverbindung_1_Gruppe_CarolingiaFast jeder wird zur Beginn seines Studiums mit der Frage konfrontiert, ob er nicht Mitglied in einer Studentenverbindung werden möchte. Es handelt sich durchaus um eine attraktive Möglichkeit, schnell neue Bekannte in der ungewohnten Umgebung kennen zu lernen. Das Angebot einiger Studentenverbindungen richtet sich nur an eine bestimmte Personengruppe. Meist handelt es sich dabei um männliche Katholiken. Wer die Voraussetzungen für die Aufnahme in eine Verbindung erfüllt und Mitglied wird, erhält viele Sonderkonditionen, die dem „Normalsterbliche“ vorenthalten bleiben. Wissenswerte Informationen zu den Studentenverbindungen in Deutschland gibt es unter anderem auf dieser Internetseite.

Besonders für die Wohnungssuche kann sich die Mitgliedschaft in einer Verbindung sehr schnell auszahlen. Die Verbindungen verfügen z.B. über eigene Wohngebäude bzw. Wohnheime, die von der Verbindung bezuschusst werden. Doch wie finanzieren sich die Studentenverbindungen eigentlich? Das Prinzip ist ebenso einfach wie genial: Das Prinzip der Studentenverbindung beruht auf dem „Geben-und-Nehmen-Prinzip“. Die Absolventen der Hochschulen bleiben nach ihrem Abschluss Mitglied der Studentenverbindung und geben anschließend der Verbindung etwas von dem zurück, was sie selbst während ihrer Studentenzeit an Vorzügen erhalten habe. Dabei kann es sich zum Beispiel um eine Spende oder um Sachleistungen handeln. Somit bleibt die Studentenverbindung finanziell unabhängig und kann auch neuen Studenten, die in die Verbindung eintreten, immer wieder tolle Vorzüge bieten. Neben dem finanziellen Gesichtspunkt ist auf jeden Fall der Aspekt der Gemeinschaft und des Zusammenhalts ein sehr positiver, der für den Beitritt in eine Verbindung spricht: Das Knüpfen neuer Freundschaften ist einfach und nicht selten haben sie ein Leben lang, auch über die Studienzeit hinaus, Bestand.
Andererseits haben viele ehemalige Mitglieder das Gefühl, mit der Mitgliedschaft Verpflichtungen einzugehen, die sie zu Anfang überhaupt nicht durchschaut haben. Der Austritt fällt dann schwer und ist mit der Ausgrenzung aus der Gemeinschaft verbunden. Auch Wohnvergünstigungen können so zum Beispiel wegfallen. Weitere Manko: Durchzechte Nächte und exzessiver Alkoholkonsum gehören zu den traditionsreichen Ritualen vieler Verbindungen. Ein Zustand, der ganz sicher nicht jedermanns Sache ist.